• DE
  • EN
  • Shop
  • Über den Blog
  • Kontakt
  • Newsletter
Carus Verlag
  • Shop
  • Menü Menü
  • Kategorien
    • Chorpraxis
    • Persönlichkeiten
    • Chorwerke im Spotlight
    • Musikgeschichten
    • Singen mit Kindern & Jugendlichen
    • Lieblingsstücke
  • Suche
  • Performances
Banner Univerale Trauermusik Brahms

Universale Trauermusik

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem

16.04.2017/0 Kommentare/in Chorwerke im Spotlight /von Andrea Hammes

Mit einer Länge von ungefähr 80 Minuten lässt das Deutsche Requiem von Johannes Brahms Raum für ergänzende Konzertdarbietungen. Ein Blick in die Aufführungsgeschichte zeigt dabei originelle Konstellationen, begründet durch praktische Umstände oder inhaltliche Vorstellungen. Die Frage nach einer sinnvollen Konzertergänzung ist aber auch heute noch aktuell.

Aufführungsgeschichte

85 Aufführungen bis 1876 – Ein deutsches Requiem op. 45 von Johannes Brahms gehört zweifellos zu den erfolgreichen Kompositionen seiner Zeit. Doch die Rezeption stand anfangs unter keinem guten Stern: Am 1. Dezember 1867 erklangen in Wien erstmals „Drei Sätze aus: ‚Ein deutsches Requiem‘“ bei einer Gedenkveranstaltung für Franz Schubert. Als Torso aufgeführt im Konzertsaal und kombiniert mit Schuberts Rosamunde – die Reaktion war verhalten. Doch der Durchbruch kam: Schon im August 1867 hatte Brahms das noch sechssätzige Werk an Albert Dietrich geschickt: „schreibe mir schließlich recht ernstlich, was Du davon hältst.“ Was er davon hielt wurde schnell deutlich – er leitete es an den Dirigenten Carl Reinthaler weiter. Als Folge fand am Karfreitag 1868 unter den Augen der Crème de la Crème der Musikwelt (z. B. Clara Schumann und Max Bruch) im Bremer Dom die Uraufführung statt. Als „Epoche machendes Werk“ bezeichnete es Reinthaler beim anschließenden Souper. Ein Rezensent meinte gar, die „prophetischen Worte Robert Schumann’s in seinem musikalischen Testamente [sein Aufsatz „Neue Bahnen“] gingen […] in Erfüllung.“ Die Musik sei „so kunstvoll und ernst wie die Sebastian Bach’s, so erhaben und gewaltig wie Beethoven’s Missa solemnis, überall gesättigt in Melodie und Harmonie durch Franz Schubert’schen Wohllaut“. Verglichen mit dem Kanon der erfolgreichsten Komponisten – Brahms war dem kompositorischen Durchbruch ein gutes Stück näher gerückt.

Brahms Portrait Postkarte
Carus 40.387/10 Info Info

Johannes Brahms
1833 – 1897

 

Brahms Requiem

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem
Carus 27.055/00

Arrangement für Kammerorchester
(arr. J. Linkelmann)
Carus 27.055/50

Bearbeitung für Soli, Chor und zwei Klaviere
(arr. A. Grüters)
Carus 23.006/03

Bearbeitung für Klavier zu vier Händen
durch den Komponisten
Carus 50.999/00

Dennoch: Musikalische Ergänzungen wurden für notwendig erachtet. Den Zeitgenossen fehlte für eine isolierte Aufführung vor allem der Hinweis auf den Erlösertod, kurz, das Requiem war nicht religiös genug („Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel“ warnte Reinthaler mit Paulus). Schon in Bremen erklangen deswegen u. a. auch eine Arie aus Bachs Matthäus-Passion und das Halleluja aus Händels Messias. Warum? Brahms, mit tröstendem Universalanspruch, hatte bei der Zusammenstellung auf den liturgischen Text der katholischen Totenmesse verzichtet. Ja, er ließe „recht gern auch das „Deutsch“ fort und setze stattdessen „einfach den ‚Menschen‘“. Nichtsdestotrotz erweiterte er auch wegen der Einwände das Requiem noch um die große Sopranarie Ihr habt nun Traurigkeit. In dieser Fassung kam das Werk am 18. Februar 1868 in Leipzig zur Aufführung. Die Kriegswirren der Jahre 1870/71 begünstigten den anschließenden Erfolgszug nochmals, die Trauermusik in der eigenen Sprache schien zum Gedenken der Opfer hochaktuell. Der durchaus patriotisch gesinnte Brahms hat dies mit einem Konzert am 7. April 1871 in Bremen „Zum Andenken an die im Kampfe Gefallenen“ noch befördert. Direkt verschränkte er hier religiöse und politische Komponenten und ergänzte das Programm mit dem Halleluja seines noch unvollendeten Triumphliedes – dessen Untertitel ursprünglich „Auf den Sieg der deutschen Waffen“ lauten sollte.

Bis ins 20. Jahrhundert setzte sich die Diskussion um die richtige Programmerweiterung fort, wobei die Verbindung mit Arnold Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau im Gedächtnis bleibt. Brahms freilich empfand die alleinige Aufführung weniger aus religiösen denn aus pragmatischen Gründen als ungünstig: „ich meine doch, das Requiem allein müßte zu wenig für ihr Publikum sein! Es dauert beiläufig 5/4 Stunden.“

Rilling: Brahms Ein Deutsches Requiem

Helmuth Rilling:

Johannes Brahms
Ein Deutsches Requiem
Carus 24.076/00

Aufführungspraxis heute – Werke, die mit dem Brahms-Requiem aufgeführt werden können:

Zurück Zurück Zurück Weiter Weiter Weiter

Johann Sebastian Bach: Magnificat in D

Bach Magnificat in D Cover

Johann Sebastian Bachs Magnificat BWV 243.2 entstand in seiner ersten Form in Es-Dur ganz zu Beginn von Bachs Leipziger Amtszeit, möglicherweise zu Mariae Heimsuchung am 2. Juli 1723.

Zum Shop

Johann Sebastian Bach: Wachet! betet! betet! wachet!

Bach Wachet Betet BWV70 CoverDie am 26. Sonntag nach Trinitatis 1723 erstmals aufgeführte Kantate Wachet! betet! betet! wachet! BWV 70.2 gehört zu den zweiteiligen Kantaten Bachs, deren erster Teil vor und der zweite nach der Predigt erklangen. Dies liegt in der Geschichte der Kantate begründet: Die ursprünglich für den zweiten Advent 1716 komponierte Kantate wurde durch Einführung von Rezitativen und einen zusätzlichen Choral am Ende des ersten Teils von 6 auf 11 Sätze erweitert und textlich umgedeutet.

Zum Shop

Johannes Brahms: Schicksalslied op. 54

Brahms Schicksalslied

Brahms hat mit dem Schicksalslied in ganz persönlicher Umdeutung des Schicksalsgedankens ein zeitloses Stück Musik geschaffen, das im Konzertsaal genauso wie im Kirchenraum zu beeindrucken weiß. Grundlage dieser Edition ist nicht nur das Erstdruck-Handexemplar des Komponisten von 1871 als Hauptquelle, sondern erstmals auch die lange verschollene Stichvorlage. Somit konnten handschriftliche Korrekturen des Komponisten eingearbeitet werden. Eine verlässliche Grundlage für die historisch-informierte Aufführungspraxis.

Zum Shop

Johannes Brahms: Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen

Brahms: Warum ist das Licht gegeben

Zum Shop

Georg Friedrich Händel: Messiah

Handel MessiahGeorg Friedrich Händel gilt als der erste und wichtigste Vertreter Englands für die Gattung des Oratoriums. Vor allem der Messias wird als Inbegriff geistlicher Musik angesehen und zählt auch im deutschen Sprachraum zu den am häufigsten musizierten Werken. Das Werk liegt bei Carus in einer modernen Urtext-Ausgabe vor, die der international renommierte Experte für Alte Musik Ton Koopman herausgegeben hat.

Zum Shop

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion

Bach Matthäuspassion

Jede Zeit hört und deutet Bach neu, und jede Zeit liest auch die Quellen neu und mit anderen Augen. Klaus Hofmann, der langjährige Leiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts Göttingen und Redakteur der Neuen Bach-Ausgabe, hat die Matthäus-Passion bei Carus herausgegeben. Er stellt die Quellenphilologie ganz in den Dienst der musikalischen Praxis und der detaillierten Ermittlung der Intentionen Bachs.

Zum Shop

Johannes Brahms: Geistliche Chormusik

Brahms: Geistliche Chormusik

Kostbarkeiten der Chormusik, nämlich alle geistlichen Motetten von Johannes Brahms, – vom frühen Ave Maria von 1858 bis hin zu den Drei Motetten op. 110 mehr als 30 Jahre später – sind hier zu einem Sammelband zusammengefaßt. Karl Michael Komma informiert in einer ausführlichen Einleitung über jedes Werk und stellt es in den Zusammenhang des Brahmsschen Gesamtschaffens.

Zum Shop

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Unser Carus-Newsletter

Bleiben Sie mit unserem Carus-Newsletter informiert!

Anmelden

Aufführungskalender

  • Peter Schindler / Babette Dieterich
    Zirkus Furioso. Ein Zirkusmusical für alle Kinder unter 100
    04.06.2026
  • Sebastian (Basti) Bund / Michael Sommer
    Der kleine Prinz. Singspiel nach Antoine de Saint-Exupéry
    06.06.2026
  • Peter Schindler
    Perpetuum mobile. Songs from the Codex Buranus
    06.06.2026
» Alle Aufführungen

Neueste Beiträge

  • Banner Koziej Mantra
    Zuzanna Koziej – Gāyatrī-Mantra03.06.2026 - 12:52
  • Banner Spohr Des Heilands letzte Stunden
    Louis Spohr: Des Heilands letzte Stunden05.03.2026 - 15:14
  • Elgar The Dream of Gerontius Banner
    Elgar best practice. The Dream of Gerontius18.02.2026 - 15:24
  • Beethoven 2027 Chor Banner
    Beethoven 2027 – Beethoven-Chöre21.01.2026 - 15:05

Beliebte Schlagwörter

#NeustartChor (8) Abschied (1) A capella (2) Aufführung (2) Bearbeitung (1) Bernius (1) Brahms (3) Bruckner (4) Burgmüller (1) Carus Jubiläum (3) Cherubini (2) chorissimo (3) Dirigenten (3) Dvorák (1) Fanny Hensel (1) Fauré (3) females featured (1) Französische Chormusik (5) Fux (1) Große Werke in kleiner Besetzung (1) Hasse (2) J. Bach (1) Jubiläum (9) Kantate (13) Komponisten (26) Komponistin (11) Kuula (1) Lieblingsschütz (10) Messe d-Moll (1) Missa solemnis (1) Musik und Informatik (2) Oper (7) Orchesterwerke (1) Praetorius (1) Puccini (6) Ravel (2) Scarlatti (1) Te Deum (2) Telemann (3) Verdi (2) Vierne (2) Vivaldi (1) Volkslied (2) W. F. Bach (1) Weihnachten (8)

Kategorien

  • Oper
  • Chorpraxis
  • Persönlichkeiten
  • Chorwerke im Spotlight
  • Musikgeschichten
  • Singen mit Kindern & Jugendlichen
  • Lieblingsstücke
  • Carus-Werkstatt

Beitragsarchiv

Informationen

Direkt zum Carus-Webshop
Datenschutz
Cookie-Erklärung
Impressum

Folgen Sie uns

  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • LinkedIn
  • Spotify

Kontaktinfos

Carus-Verlag GmbH & Co. KG
Sielminger Straße 51
70771 Leinfelden-Echterdingen

Telefon: +49 / 711-797 330-0
E-Mail Kundenservice: [email protected]
E-Mail Blog-Team: [email protected]

Link to: Reger: Acht geistliche Gesänge Link to: Reger: Acht geistliche Gesänge Reger: Acht geistliche Gesänge Link to: Telemann: Du aber, Daniel, gehe hin Link to: Telemann: Du aber, Daniel, gehe hin Telemann: Du aber, Daniel, gehe hin
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen