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Tagzeitenliturgie

Tagzeitenliturgie mit dem Gotteslob

Für eine lebendige Gottesdienstpraxis

08.02.2024/0 Kommentare/in Chorpraxis /von Mechthild Bitsch-Molitor und Tobias Dulisch

Die Chorhefte „Tagzeitenliturgie mit dem Gotteslob“ erschließen den reichen Schatz des Kapitels „Tagzeitenliturgie“ im Gotteslob. Sie regen zu lebendigen Gottesdiensten an, die gemeinsam von Chor und Gemeinde gestaltet und gefeiert werden. Von einem erfahrenen Team zusammengestellt bieten die Hefte viele konkrete Vorschläge für diese gottesdienstliche Praxis sowie ausgewählte Chorsätze für vier- bzw. dreistimmigen Chor. Wir haben Mechthild Bitsch-Molitor und Tobias Dulisch aus dem Redaktionsteam sechs Fragen gestellt. 

Wie kam es zur Idee der Sammlung von Chorheften?

Das Kapitel „Tagzeitenliturgie“ ist im GOTTESLOB 2013 reich bestückt. Die Bedeutung solcher gottesdienstlichen Feiern wächst in der Phase der pastoralen Erneuerung und Entwicklung des gemeindlichen Lebens. Die Tagzeitengottesdienste leben wesentlich von der Musik. Für die chorische Ausgestaltung sollte es geeignetes, neues Material geben.

Wie kam es zur Zusammensetzung des Redaktionsteams?

Die Reihe „Chorsätze zum GOTTESLOB“ wurde nach Erscheinen des „alten“ Gotteslob federführend in Mainz verlegt. Dazu gehörten auch zwei Vesperhefte. So ist es nicht verwunderlich, dass auch an diesem Ort über eine Neuerarbeitung nachgedacht wurde. Von Anfang an arbeitete man im Verbund mit ACV (Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland) und AGÄR (Ämter/Referate für Kirchenmusik der Diözesen Deutschlands); auch die österreichischen Diözesen waren angebunden.

Wie gestaltet man mittels der Chorhefte konkret eine Feier / einen Gottesdienst?

Grundlage sind die Feiermodelle im GOTTESLOB zur Gestaltung von Vesper, Abendlob und Komplet an den wichtigsten Festen. Die Hefte enthalten zu den einzelnen Elementen (Hymnen, Psalmen, etc.) mehrstimmige Sätze mit der Möglichkeit auszuwählen und anzupassen. Die Tagzeitenliturgie ist vom Wechselspiel der ganzen Feiergemeinde in unterschiedlichen Konstellationen geprägt und erhält dadurch ihre besondere Atmosphäre.

Was war die Herangehensweise bei der Auswahl bzw. Neukomposition der Werke?

Neben bewährten Sätzen alter Meister sollten neue Klänge stehen. Gerade für die Psalmodie wurden auch Modelle beispielsweise aus der anglikanischen Tradition adaptiert. Die Ausführungsweisen wurden an die jeweiligen Psalmen angepasst. So entstanden etwa neue A-B-Modelle für das antiphonale Singen besonders langer Psalmen. Für kleinere Chorgruppen sollten zudem ausreichend zwei- oder dreistimmige Sätze bereitgestellt werden.

Eignen sich die Sätze auch für Chöre, die noch wenig oder gar keine Erfahrung mit dem Psalmodieren haben?

Bei aller klanglichen Vielfalt sind die Sätze für Laienchöre gut zu meistern. Das frei-metrische Rezitieren als Chorgruppe ist eine besondere Kunst, die das Chorsingen bereichern kann. Für etliche Psalmen sind aber auch alternativ zu nutzende Psalmliedsätze im Repertoire enthalten

Was würden Sie Chorleiter*innen für die Arbeit mit den Heften als Empfehlung mit auf den Weg geben?

Entdecken Sie die Freiheit und Buntheit der Tagzeitenliturgie als musikalische Gottesdienstform! Entwickeln Sie die Gemeinde zum „Wechselspieler“ des Chors. Lassen Sie alte Psalmen in neuen Tönen zur Wirkung kommen. Bereiten Sie erhebende Liturgien in schwierigen Zeiten!

Tagzeitenliturgie - Set

Tagzeitenliturgie mit dem Gotteslob. Set aus drei Chorheften
Enthält:
Chorheft 1: Advent / Weihnachten (Carus 19.021)
Chorheft 2: Jahreskreis (Carus 19.022)
Chorheft 3: Fastenzeit / Ostern (Carus 19.023)
Carus 19.024/00

Mechthild Bitsch-Molitor
© Werner Feldmann Info Info
Mechthild Bitsch-Molitor, Kirchenmusikerin in der liturgie-musikalischen Ausbildung für die pastoralen Berufe im Bistum Mainz, sowie Lehrbeauftragte für Liturgiewissenschaft an der Katholischen Hochschule, Mainz
Tobias Dulisch
© Bistum Mainz Info Info
Tobias Dulisch, Leiter des Referats Liturgie im Bischöflichen Ordinariat des Bistums Mainz und Lehrbeauftragter für Liturgik an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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