Musik aus einer anderen Welt

Während draußen Trubel herrschte, sang ein Chor im leeren Dom Faurés „Cantique de Jean Racine“ und begeisterte Paul Hogrebe.

Lesen Sie, warum Faurés Cantique de Jean Racine seit dem Weltjugendtag 2005 in Köln zu den Lieblingsstücken von Paul Hogrebe zählt!

Es war auf dem Weltjugendtag 2005 in Köln, bei dem auch Papst Benedict XVI seinen Besuch angesagt hatte. Wir, der Carus-Verlag, hatten eine Ausstellung unmittelbar an der Domplatte. Natürlich herrschte dort den ganzen Tag riesiger Betrieb – kein Wunder, wenn eine Million junge Leute angereist sind.

An einem Abend habe ich nach der Ausstellung kurz den Dom besucht. Abgeschirmt von den kräftigen Mauern umgab mich dort eine nahezu himmlische Stille. Am anderen Ende des Domes, am Altar, sang leise ein Chor Faurés Cantique de Jean Racine. Durch den stillen kühlen Dom schwebte diese Musik geradezu: leise, unaufdringlich, sphärisch wie aus einer anderen Welt – gerade im Kontrast zur „Außenwelt“. Für mich war dies ein unvergessliches Erlebnis! Seit der Zeit zählt dieses Werk zu meinen Lieblingsstücken.

Der Cantique de Jean Racine ist bei Carus sowohl in der ursprünglichen Fassung für Chor und Orgel, wie auch in der vom Komponisten selbst erweiterten Fassung für Chor und Orchester erhältlich. Der ausdrucksvolle Chorsatz ist von mittlerem Schwierigkeitsgrad.

Paul Hogrebe war jahrzehntelang Musikalienhändler mit besonderem Augenmerk auf Chormusik. Heute ist er freier Mitarbeiter bei Carus und berät auf Messen und Ausstellungen Kunden aus aller Welt.

Gabriel Fauré: Cantique de Jean Racine

Orchesterfassung

Die ursprüngliche Besetzung für Chor und Orgel erweiterte der Komponist um eine Streicherbegleitung; die Fassung mit Orchester wurde 1906 erstmals aufgeführt.

Orgelfassung

Gabriel Fauré komponierte den Cantique de Jean Racine 1865 als preisgekrönte Abschlussarbeit seiner musikalischen Ausbildung.

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