6 Fragen an Zuzanna Koziej
Ein Interview
Zuzanna Koziej ist eine polnische Komponistin und Arrangeurin. Sie widmet sich der Schaffung von Musik, die verbindet, bildet und sowohl für Interpret*innen als auch für Zuhörer*innen neue Perspektiven eröffnet.
Ihre erste eigene Komposition:
Mein allererstes Werk heißt Chinese Melody und ist ausschließlich auf den schwarzen Tasten des Klaviers komponiert. Ich schrieb es im Alter von fünf Jahren.
Welche anderen Komponist*innen inspirieren Sie?
Ich habe meine eigene Klang- und Harmoniewelt. Ich lasse mich nicht von einer bestimmten Komponistin oder einem bestimmten Komponisten inspirieren. Stattdessen greife ich gelegentlich auf traditionelle Volksmusik zurück, die keinen bestimmten Urheber hat, sondernaus den kollektiven Stimmen vieler Menschen entsteht. Trotzdem schätze ich bestimmte Werke besonders, etwa die von Sven-David Sandström oder Benjamin Britten.
Ihr bisher emotionalstes musikalisches Erlebnis:
Ich hatte bereits vieler solcher Erlebnisse. Eines der eindruckvollsten war, als mein Stück von 350 Personen aus sieben verschiedenen Ländern auf einer Bühne aufgeführt wurde. Das zeigt, wie Musik Menschen vereinen und zusammenbringen kann. Die Aufführung war 2015 und prägt seither meinen Weg als Komponistin.
Wo komponieren Sie am liebsten?
Im Zug oder inmitten der Natur. Ich mag es, von der Vegetation, dem Sonnenlicht oder dem Regen inspiriert zu werden.
Woran arbeiten Sie derzeit?
Ich arbeite gerade an einem neuen a‑cappella‑Chorwerk zum Thema Elemente, das vom Chor der Maritime Universität in Szczecin beauftragt wurde.
Wenn Sie nicht komponieren oder musizieren, dann…
… lese ich Bücher, reise und widme mich verschiedenen, handwerklichen Tätigkeiten, zum Beispiel dem Woodburning (Pyrographie).
Da pacem
Zuzanna Koziej
Carus 7.458/00
Zuzanna Koziej ist Stipendiatin des polnischen Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe (2021) und hat zahlreiche Preise bei internationalen Kompositionswettbewerben gewonnen. Ihre Werke werden von Oxford University Press und ICOT Edition veröffentlicht. Nach ihrem Abschluss an der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau setzte sie ihr Studium am Conservatorio Statale di Musica „Giuseppe Verdi“ in Turin, Italien, fort. Sie hatte die Gelegenheit, bei Komponisten wie Bob Chilcott, Ko Matsushita, Ēriks Ešenvalds und Paweł Łukaszewski zu lernen.




össische Chormusik – Recommended by Jan Schumacher

Dein Kommentar
An Diskussion beteiligen?Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!